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Hans Grundig - Namensgeber der Schule



Hans Grundig

Die 64.Mittelschule trägt seit 1970 diesen Namen. Die Wenigsten wissen heute, wer dieser Mann überhaupt war, obwohl einige seiner Bilder in der Dresdner Gemäldegalerie Neue Meister zu sehen sind.

1901 wird Hans Grundig in Dresden geboren. Er hat noch drei Geschwister. Sein Vater ist Dekorationsmaler. Bei ihm beginnt Hans seine Lehre.

1920 beginnt er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden. Drei Jahre später unternimmt Hans Grundig eine Wanderung durch Italien.

1926 lernt er seine spätere Frau Lea kennen.

Der Künstler beteiligt sich in den zwanziger- und dreißiger Jahren an verschiedenen Ausstellungen in Deutschland.

Da Grundig Kommunist ist und gesellschaftskritische Bilder malt, erhält er 1936 Berufsverbot.
1940 wird er durch die Nazis verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Seiner Frau Lea gelingt es, da sie Jüdin ist, nach Palästina zu emigrieren.
Nach dem Krieg wird Hans Grundig Rektor der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

1958 stirbt er an Tuberkulose, einer Lungenkrankheit, die er sich unter den unmenschlichen Bedingungen im Konzentrationslager zugezogen hat.

Hans Grundig gehört zu den bedeutenden Künstlern des 20.Jahrhunderts in Dresden.
Zwei seiner Gemälde sollen an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden:
„Das Tausendjährige Reich“ und „Den Opfern des Faschismus“.

Das erstgenannte Bild ist ein Triptychon. Es wurde 1938 fertig gestellt und zeigt schon vor Kriegsbeginn die furchtbaren Folgen dieses nahenden Unheils. In grellen Farben wird das Inferno dargestellt.

Auf dem zweiten Bild, das 1948 fertig wurde, wird den Opfern der Konzentrationslager gedacht. Menschen, die völlig unschuldig umgebracht wurden, sollen mit diesem Gemälde eine Würdigung finden. Die Farbe Schwarz verwendete Grundig hier unverhältnismäßig viel.


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